SPP Ausschreibung
Sprachlautliche Kompetenz:
Zwischen Grammatik, Signalverarbeitung und neuronaler Aktivität

Ziel des Schwerpunktprogramms ist die Erforschung der sprachlautlichen kognitiven, artikulatorischen und perzeptiven Fähigkeiten des Menschen. Die Untersuchungen stehen im Schnittpunkt zwischen den in der Phonologie erforschten Lautsystemen, dem durch die Phonetik und Psycholinguistik etablierten Wissen über Artikulation, Perzeption und Spracherwerb und den in der Neurolinguistik untersuchten neuronalen Korrelaten sprachlautlicher Verarbeitung.

Den Hintergrund dabei bilden:

Zu untersuchende Fragestellungen betreffen insbesondere

Beiträge zum Schwerpunktprogramm sind empirische Untersuchungen, die (a) sich an der phonologischen Theoriebildung orientieren, insofern sie entweder empirisch zu den kognitiven, artikulatorischen, oder akustisch-perzeptiven Konsequenzen der phonologischen Elemente (diskrete mentale Lexikoneinträge, Laute, Merkmale, prosodische Konstituenten) beitragen, oder andersherum darauf angelegt sind, die Grenzen der Nützlichkeit dieser Abstraktionen in Bezug auf die Erklärung kognitiver, artikulatorischer oder akustisch-perzeptiver Phänomene nachzuweisen und alternative Konzeptionen verfolgen. Die Beiträge sollen (b) an Ergebnissen der Phonetik, Psycholinguistik und/oder Neurolinguistik anknüpfen. Erwartet werden insbesondere auch Beiträge, die phonologische Theoriebildung und kognitive, artikulatorische oder perzeptive Beobachtungen in ein empirisch überprüfbares Verhältnis zueinander setzen. Historisch-linguistische und typologisch-linguistische Untersuchungen sind willkommen, soweit sie über die Fragestellungen historischen Wandels bzw. typologischer Verbreitung hinausgehen und einen unmittelbaren Beitrag zu den synchron kompetenzorientierten Fragen des Schwerpunktprogramms leisten.

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